Fehlerhafte Buchungen

Was tun, wenn Umsätze abgerechnet werden, die der Karteninhaber nicht getätigt hat?
Einmal pro Monat erhalten Kreditkarteninhaber eine Abrechnung über die getätigten Umsätze. Diese Kreditkartenabrechnung sollten Karteninhaber nutzen, um die einzelnen Umsätze genau zu prüfen und eventuelle Fehlbuchungen zu erkennen. Nicht selten kommt es nämlich vor, dass eine Zahlung aufgrund technischer Probleme doppelt belastet wird oder dass die Kartendaten in falsche Hände geraten und Betrüger Einkäufe mit der Kreditkarte tätigen.

So sollten Sie vorgehen
Wird eine Buchung entdeckt, die fehlerhaft ist, sollten Karteninhaber unverzüglich Kontant mit ihrer Bank aufnehmen. Hier wird dann geprüft, ob es sich lediglich um eine Fehlbuchung handelt oder ob von einer missbräuchlichen Verwendung ausgegangen werden muss. Im ersteren Fall kann die Zahlung einfach reklamiert und schließlich zurückgerechnet werden. Oft kann bereits anhand der folgenden Kreditkartenabrechnung die Stornierung des Umsatzes erkannt werden, denn die Richtigstellung wird unverzüglich in Auftrag gegeben.
Handelt es sich jedoch um eine nicht autorisierte Buchung, ist vor einer Reklamation des Umsatzes die Sperrung der Kreditkarte notwendig. So soll verhindert werden, dass weitere Buchungen vorgenommen werden und der Schaden somit erhöht wird. Die Sperrung der Kreditkarte ist entweder über die kartenherausgebende Bank oder aber die weltweite Sperr-Hotline 116 116 möglich.

Reklamation der Umsätze
Wurde die Kreditkarte gesperrt, kann jetzt die jeweilige Buchung reklamiert werden. Hierzu stellen die Banken Formulare zur Verfügung, auf der neben der Kreditkartennummer auch die jeweiligen Daten zum Umsatz, der Tag der Buchung sowie der abgebuchte Betrag angegeben werden. Dieser Beleg muss schließlich vom Karteninhaber persönlich unterzeichnet werden, denn er versichert hiermit, dass diese Zahlung tatsächlich nicht in Auftrag gegeben wurde und daher durch eine missbräuchliche Verwendung entstanden ist.

Rückbuchung der fehlerhaften Umsätze
Die Rückbuchung einer solchen Fehlbuchung kann, je nach Höhe und Land, indem die Buchung erfolgt ist, einige Wochen in Anspruch nehmen. Schließlich muss die Hausbank erst Kontakt mit der jeweiligen Bank im Ausland aufnehmen, die dann nähere Informationen zum Umsatz zur Verfügung stellen muss. In der Regel kann die Rückbuchung aber nach einer bis vier Wochen erfolgen.

Fazit
Grundsätzlich ist es möglich, jeden Umsatz zu reklamieren. Dabei sind jedoch Fristen zu beachten, denn Rückbuchungen sind nur innerhalb von sechs Wochen nach Ausstellung der Kreditkartenabrechnung möglich. Spätere Reklamationen können nicht mehr beachtet werden, das Geld wäre in diesem Fall verloren. Es ist daher sinnvoll, Kreditkartenabrechnungen unverzüglich nach deren Zugang zu prüfen und Reklamationen ebenfalls sofort vorzunehmen.